Die Geschichte Flensburgs
 
vor 1200 Flensburg ist eine kleine Handelssiedlung (Köbing genannt) im Königreich Dänemark, deren Funktion hauptsächlich im Umschlag von Waren zwischen Nord- und Ostsee besteht - als ein kleiner Handelsort neben der Handelsmetropole Schleswig.
ca. 1170 Eine städtische Kernanlage besteht um die Kirche St.Johannis. Es ist anzunehmen, daß auch im Bereich des heutigen Kirchspiels St.Marien schon eine oder zwei kleine Kernsiedlungen bestanden.
ca. 1200 Die Marktsiedlung Flensburg (St.Marien) wird planmäßig nach dem Vorbild der hansischen Gründungsstadt angelegt. Flensburg ist damit eine der vielen Gründungsstädte der dänischen Großmachtzeit unter den "Waldemaren", die die Ostsee beherrschten und den Handel zwischen Nordsee und Ostsee in ihrer Hand hatten, zumal sie zeitweise auch Lübeck und Hamburg erobert hatten.
Schriftsprache: lateinisch, platt-dänisch (sønderjysk)
Umgangssprache: dänisch (sønderjysk)
1232 Prinz Abel wird Herzog von Schleswig. Nach dem Tode seines Vaters, Waldemars II. im Jahr 1241, führt der Herzog eine hansefreundliche Politik. Flensburg gerät unter hansischen Einfluß - vor allem Stralsund, Wismar und Lübeck werden wichtige Handelspartner.
1240 Erstmalige urkundliche Erwähnung der Stadt   
ca. 1240-1280 Anlage des Kirchspiels St.Nikolai um den Südermarkt
ca. 1260 Einführung der Ratsverfassung nach lübischem Vorbild
1263 Anlage des Franziskanerklosters (jetzt Altenheim "Kloster zum Heiligen Geist")
1282 Schleswig und Flensburg schließen einen Vertrag zur Beendigung ihrer wirtschaftlichen Rivalität und zu gegenseitiger handelspolitischer Unterstützung.
1284 Bestätigung des Stadtrechts durch Herzog Waldemar IV. von Schleswig. Flensburg wird Stadt im Rechtssinn.
1386 Erbliche Belehnung des Schauenburgischen Grafen Gerhard VI. von Holstein mit dem Herzogtum Schleswig durch Königin Margarethe I. von Dänemark. Die Schauenburgische Handelspolitik, die in engem Zusammenhang mit Lübeck gesehen werden muß, hat für Flensburg schon seit 1325 Bedeutung gehabt.
1388 Flensburg verliert sein dörfliches Aussehen. Der Rat erläßt eine Willkür (=städtische Satzung), in der angeordnet wird, daß die Häuser mit Ziegelsteinen statt mit Stroh gedeckt werden müssen.
1398 Herzog Gerhard VI. verkauft die "Rude", die seitdem den südlichen Teil des Stadtfeldes bildet, an die Stadt Flensburg.
1409 Königin Margarethe I. und König Erich erhalten Flensburg als Pfandbesitz.
1409-1435 Krieg um das Herzogtum Schleswig zwischen dem dänischen Königshaus und den schauenburgischen Grafen, die durch die Hansestädte unterstützt werden. Flensburg steht im Mittelpunkt dieses Krieges und wird schwer zerstört.
1411 König Erich läßt die Duburg zur Sicherung der Königsherrschaft erbauen (1719 aufgegeben).
1412 Die Bürgerschaft Flensburgs leistet Königin Margarethe I. von Dänemark die Huldigung.
1431 Die Duburg ergibt sich den Schauenburgern.
1435 Im Frieden von Vordingborg wird Herzog Adolf VIII. von Holstein das Herzogtum Schleswig als erbliches Lehen zugesprochen.
Flensburg hat ca. 3.000 Einwohner.
1443 Bau des alten Rathauses an der jetzigen Rathausstraße
1460 König Christian I. von Dänemark aus dem Hause Oldenburg wird von den schleswig-holsteinischen Ständen zum Herzog von Schleswig und Grafen von Holstein gewählt. Das bedeutet für Flensburg die Lösung von der wirtschaftlichen Vormacht Lübecks und - bis 1627 - den Aufstieg zur bedeutendsten Handelsstadt der Länder des dänischen Unionsreiches, das aus den heutigen Ländern Dänemark, Schweden (bis 1521), Norwegen (bis 1814) und Schleswig-Holstein (bis 1864) besteht.
Schriftsprache: mittelniederdeutsch
Umgangssprache: mittelniederdeutsch, platt-dänisch (sønderjysk)
1480 Die Stadt erhält die Berechtigung, eine Hafenabgabe ("Pfahlgeld") zu erheben.
1508 Die Stadt umfaßt 422 bewohnte Grundstücke.
1526 Einführung der Reformation. Die Stadt erhält Einfluß auf das Schulwesen.
1544 König Christian III. richtet in Flensburg eine Münze ein. (In Flensburg war von 1350 bis 1776 die lübische Währung gültig).
1551 Aus dem Franziskanerkloster St.Katharinen, dem Leprahospital St.Jürgen und anderen Stiftungen wird eine neue Stiftung "Kloster zum Heiligen Geist" gebildet, die für das Klostergebiet und für die Vorstadt St.Jürgen eigene Gerichtsbarkeit und Verwaltungshoheit erhält.
1558 Erlaß der "Polizeiordnung", einer städtischen Grundsatzung mit Bestimmungen über Stadtmauer, Schiffbrücke, Kaufleute, Schiffer, Brauen, Backen, Schlachten, u.a.m.
1566 Die Lateinschule - jetzt "Altes Gymnasium" - wird gegründet.
1573 Flensburg entzweit sich mit Husum. Das bedeutet das Ende der langen und für beide Städte vorteilhaften Zusammenarbeit im Nordsee-Ostsee-Transithandel.
1590 Anlage einer "Neustadt", des späteren Stadtteils Johannisstraße/Jürgenstraße, außerhalb des Angelburger Tores
1595 Bau des Schrangen (=Verkaufshalle) am Nordermarkt durch die Gemeinde St.Marien
Bau des heutigen Nordertores im Zuge der Stadterweiterung
1601 Grenzfestsetzung des Stadtfeldes. Die damals gesetzten Grenzsteine sind zum größten Teil noch erhalten.
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 6.000.
1602 Bau des Kompagnietores mit Stadtwaage
1606 Anlage einer Durchbruchstraße nach Süden, des späteren Straßenzuges Rote Straße/Schleswiger Str. und Erbauung des Roten Tores, abgebrochen 1874
1626-1721 Das Jahrhundert der Kriege. Flensburg verliert seine wirtschaftliche Bedeutung zu Gunsten von Kopenhagen und Hamburg.
Schriftsprache: hochdeutsch
Umgangssprache: niederdeutsch, platt-dänisch (sønderjysk)
1734 Das "Flensburger Commercium", ein Vorläufer der Handelskammer, entsteht.
1749 Gründung der Grönländischen Kompagnie für den Wal- und Robbenfang

1766
Aufhebung der Feldgemeinschaft und Verkoppelung des Stadtfeldes
Herausgabe der ersten Flensburger Zeitung
1769 Beginn der Westindienfahrt
1792 Flensburg hat ca. 11.500 Einwohner.
1795 Eröffnung eines Schauspielhauses
1796 Freigabe der Bebauung außerhalb des Nordertores, 1797 Beginn der Bebauung der Neustadt (vormals Ramsharde)
1806 Höhepunkt der Flensburger Handelsschiffahrt mit 271 Schiffen und ca. 15.000 Kommerzlast. Schwerer wirtschaftlicher Rückschlag durch die napoleonischen Kriege und die Folgen der Abtretung Norwegens an Schweden (1814)
1813 Anlage eines für alle Kirchspiele der Stadt gemeinsamen Friedhofes - des heutigen "Alten Friedhofs" -; erster kommunaler Friedhof nördlich von Göttingen
1832 Die erste Dampfmaschine wird in der Ölschlägerei von N. F. Friedrichsen, Neustadt 15, in Betrieb genommen.
1833 Das neue "Normativ" betreffend Besetzung des Magistrats und des Deputierten-Kollegiums, das den Deputierten (=Ratsherren) mehr Einfluß einräumt, tritt in Kraft.
1848-1851 Schleswig-Holsteinische Erhebung (von den Dänen "Dreijahreskrieg" genannt); Schleswig-Holsteiner fordern ein einiges Schleswig-Holstein bis zur Königsau als Teil Deutschlands, nationale Dänen fordern Eingliederung Schleswigs bis zur Eider. Nach dem Sieg der Dänen wird Flensburg von 1851 - 1864 Hauptstadt des Herzogtums Schleswig.
1854 Anlage des Gaswerkes
Eröffnung der Eisenbahnlinie Flensburg - Husum - Tönning
1856 Erbauung der "Englischen Brücke" für den Umschlag von der Eisenbahn in Dampfschiffe im Transithandel zwischen Nord- und Ostsee
1857 Weltwirtschaftskrise. Flensburgs traditionelle Handelsstruktur zerbricht in Konkursen.
1863 Entgegen der im "Londoner Protokoll" eingegangenen Verpflichtung treten das Herzogtum Schleswig und das Königreich Dänemark in ein bundesstaatliches Verhältnis ein.
1864 Der Deutsche Bund greift ein, um den alten Zustand wiederherzustellen. Preußen und Österreich marschieren in Schleswig und Jütland ein. Dänemark muß nach der preußischen Eroberung der Düppeler Schanzen die Herzogtümer Schleswig und Holstein an Österreich und Preußen abtreten.
Niederlassungsfreiheit auch für Angehörige anderer als der ev.luth. Konfession
Das katholische Krankenhaus "Zum heiligen Franziskus" (Marienstraße 23/25, jetzt Dorotheenstraße 36) geht aus der Kriegskrankenpflege hervor.
Eisenbahn Flensburg-Weiche - Padborg - Tinglev - Rødekro - Vojens eröffnet
1866 Förde-Dampfschiffahrt der Flensburg-Ekensunder Dampfschiffahrts-Gesellschaft aufgenommen
1867 Inkorporation Schleswig-Holsteins nach Preußen. Die Binnen-Zollgrenze an der Königsau wird zur staatlichen Zollgrenze, die staatliche Zollgrenze an der Elbe verschwindet. Dadurch entstehen schwierige wirtschaftliche Umstellungsprobleme für Flensburg, die im Zuge des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs der siebziger Jahre (nach der Reichsgründung 1871) gelöst werden können ("Gründerzeit").
1869 Einführung der preußischen Städteordnung
Eisenbahnverbindung Flensburg - Jübek - Schleswig - Rendsburg in Betrieb genommen
1870 Einrichtung der Handelskammer
1872 Gründung der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft
1873 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
1874 Eröffnung der Diakonissenanstalt
1875 Landwirtschaftsschule wird eröffnet.
Flensburg hat 26.474 Einwohner.
1877 Navigationsschule am Munketoft wird erbaut.
1878 Flensburger Arbeiter-Bauverein wird als erste deutsche Arbeiter-Baugenossenschaft gegründet.
1881 Eröffnung des Hauptpostamtes an der Rathausstraße
Die Pferdebahn Neustadt - Angelburger Straße nimmt ihren Betrieb auf.
1882 Inbetriebnahme des Wasserwerkes
Bau des Justizgebäudes am Südergraben
1883 Abbruch des alten Rathauses. Stadtvertretung u. -verwaltung ziehen in das provisorische Rathaus -Holm 7- ein (bis 1964).
Die Handelsschule wird eröffnet.
1884 Eine Stadtfernsprechanlage mit 26 Sprechstellen wird in Betrieb genommen.
1886 Die Seemaschinistenschule, aus der die heutige Fachhochschule hervorgeht, wird eröffnet.
1888 Gründung der Flensburger Export-Bierbrauerei
1889 Flensburg wird kreisfreie Stadt.
1894 Inbetriebnahme des ersten Elektrizitätswerkes
Eröffnung des neuen Stadttheaters an der Rathausstraße
1899 Der Schlachthof wird eröffnet.
1900 Errichtung der Handwerkskammer
Einwohnerzahl zur Volkszählung am 1.12.: 48.922
1903 Kunstgewerbemuseum wird eröffnet.
1904 Einrichtung einer Berufsfeuerwehr
1907 Umstellung der Straßenbahn auf Elektrizität
Die Flensburger Werft (FSG) steht mit 42.504 BRT abgelieferter Tonnage an der Spitze der deutschen Werftindustrie, direkt gefolgt von Blohm & Voß (42.110 BRT), Stettiner Vulkan (42.105 BRT).
1910 Die Marineschule Mürwik wird ihrer Bestimmung übergeben. Flensburg ist mit großem Abstand- Deutschlands drittgrößte Reedereistadt nach Hamburg und Bremen.
1911 Einweihung des Friedhofs "Friedenshügel"
1912 Bau eines neuen Elektrizitätswerkes
1914-1918 Erster Weltkrieg
1918 Deutschland wird Republik.
1919-1920 Abstimmung im Herzogtum Schleswig. Die erste Zone (Nordschleswig) entscheidet sich in einer En-bloc-Abstimmung mit 75 % der abgegebenen Stimmen für Dänemark. Am 14. März gemeindeweise Abstimmung in der zweiten Zone und in Flensburg. Flensburg entscheidet sich mit 75 % für ein Verbleiben in Deutschland. Die neue Grenze wird 5 km nördlich von Flensburg gezogen. Die wirtschaftlichen Folgen sind schwerwiegend. Flensburg verliert knapp die Hälfte seines Absatzgebietes. Die Umsatzeinbußen in Flensburg belaufen sich im Schnitt auf 30 %. Die Stadt stagniert in der Folgezeit.
Die Mühlenstromüberdeckung wird in Angriff genommen.
Schriftsprache: hochdeutsch
Umgangssprache: hochdeutsch, niederdeutsch
1922 Inbetriebnahme des ersten Klärwerkes am Lautrupsbach (bis 1963)
1923 Eröffnung eines Freihafens (Schließung erfolgt 1935)
1925 Eröffnung des Flugplatzes Schäferhaus
1926 Inbetriebnahme des Seegrenzschlachthofs (aufgelöst 1973)
1927 Das Stadion auf dem Kielsenger Feld wird eingeweiht.
Eröffnung des heutigen Bahnhofs
1928 Inbetriebnahme des Rundfunksenders auf der östlichen Höhe
1929 Beginn der Weltwirtschaftskrise. Flensburg wird wegen seiner wirtschaftlichen Schwäche besonders betroffen. 1930 liegen vermehrt Schiffe der Flensburger Flotte als "Auflieger" im Hafen. Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) stellt ihren Betrieb ein (bis 1934). 1930 gibt es ca. 6.000 Arbeitslose. Die Wohlfahrtslasten der Stadt steigen 1931 - gemessen an 1913 - auf das Sechsfache. Im gleichen Jahr ist die Zahl der Offenbarungseide gegenüber 1924 um das Dreifache gestiegen.
1932 stellt die Papierfabrik vorübergehend ihren Betrieb ein. Die Zahl der Arbeitslosen erreicht ca. 9.000.
1930 Einweihung des "Deutschen Hauses"
1931 Der ZOB, Deutschlands erster Zentraler Omnibus-Bahnhof, wird dem Verkehr übergeben.
1933 NS-Machtübernahme, Beginn der nationalsozialistischen Diktatur.
Boykott jüdischer Geschäfte, Bücherverbrennung auf der Exe.
Die Reedereien Horn und Schuldt gehen nach Hamburg.
1935 Erneuerung großer Teile des Hafenbollwerkes
1935-1937 Errichtung Torpedo- und Nachrichtenschulen Flensburg-Mürwik (heute: Stützpunkt und Fernmeldeschule)
1936 Erbauung der Panzerkaserne (Meiereistraße)
1938 Erbauung der Grenzlandkaserne
Das Krematorium wird in Betrieb genommen.
Zerstörung des Gutes Jägerslust der Fam. Wolff in der Progromnacht (09/10.11.1938)
1939 Volkszählung. Die Einwohnerzahl wird auf 70.871 festgestellt.
1939-1945 Zweiter Weltkrieg
1945 Im Mai wird Flensburg und das "Sondergebiet Mürwik" um die Marineschule Fluchtpunkt mehrerer Tausend Angehöriger von Partei, Staat und Wehrmacht.
Besetzung durch alliierte Truppen.
Schwere Explosion im Juni (nach Kriegsende) mit 60 Toten im Hafen.
1945-1970 Die Auswirkungen der nationalsozialistischen Diktatur und des Krieges sind langfristig geprägt durch den geistig-moralischen Zusammenbruch Deutschlands, den Neuaufbau einer Demokratie und die Herausbildung einer starken dänischen Minderheit, kurzfristig durch den wirtschaftlichen Zusammenbruch und das Einströmen von Vertriebenen und Flüchtlingen. 1948: Währungsreform, 1949: Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Von erheblicher Bedeutung für die Stadtentwicklung sind der Eintritt der Bundesrepublik in die EWG (1957), die Mitgliedschaft Dänemarks in der EFTA (1960), die Entstehung der EG (1967), vor allem der Zollunion der EG (1968) und der Beitritt Dänemarks in die EG (Vollmitglied seit 1978).
Schriftsprache: hochdeutsch
Umgangssprache: hochdeutsch, niederdeutsch, hochdänisch (rigsdansk)
1946 Eröffnung der Pädagogischen Hochschule
1950 Eröffnung eines Rundfunkstudios (NWDR) am Deutschen Haus
Zur Volkszählung am 13.9. werden 102.832 Einwohner festgestellt.
1952 Verlegung des Kraftfahrt-Bundesamtes von Bielefeld nach Flensburg
1953 Die Kreisbahn (Kleinbahn Flensburg - Kappeln) stellt ihren Betrieb ein.
1958 Das Danfoss-Zweigwerk nimmt seine Produktion auf. Es ist die bedeutendste einer ganzen Reihe von dänischen Firmen, die sich unmittelbar südlich der Grenze im (EWG) EG-Bereich ansiedeln, teils in Flensburg, teils in Harrislee.
1961 Volkszählung. Durch Umsiedlungsprogramme in den 50er Jahren ist die Einwohnerzahl auf 98.464 zurückgegangen.
1962 Inbetriebnahme des neuen Wasserturmes am Volkspark und des neuen Klärwerkes Kielseng
1964 Fertigstellung des Rathauses "Am Pferdewasser"
1965 Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bezieht einen Neubau in Mürwik.
1967 Eröffnung der Sporthalle der dänischen Minderheit "Idrætshallen" an der Moltkestraße
1968 Fertigstellung der Umgehungsstraße West (bis 1987 BAB 205, jetzt B 200)
Der Holm wird Fußgängerzone.
1969 Aufnahme der ersten Fernwärmelieferungen durch die Stadtwerke
1970 Volkszählung am 27.5.: 95.476 Einwohner
1973 Inbetriebnahme des Müllkompostwerkes
Einstellung des Straßenbahnbetriebes
Schließung des Seegrenzschlachthofes
1975 Erster Spatenstich zum Ausbau der Fachhochschule Flensburg (Neubauten an der Kanzleistraße)
1976 Einrichtung einer geschlossenen Fußgängerzone Holm - Große Straße - Nordermarkt (verkehrsberuhigte Zone)
Festlegung des ersten Konzeptes für die Altstadtsanierung
Erste Sanierungsmaßnahmen in der Innenstadt beginnen
1978 Einweihung des Autobahnabschnittes (BAB 7) von Jagel bis Dänemark einschl. Grenzübergang "Ellund"
Neues Hauptzollamt an der Waldstraße 20 wird bezogen.
Die Bundesbahnstrecke Flensburg - Niebüll wird eingestellt.
1979 Verfügungsbauten (I. BA) am "Hochschulgelände" Kanzleistraße werden eingeweiht und von der Fachhochschule Flensburg bezogen.
1980 Beginn der Bauarbeiten für ein Schulzentrum an der Nikolaiallee/Zur Exe (jetzt Friesische Lücke)
1981 Fertigstellung des neuen Postamtes in der Bahnhofstraße
1983-1987 Nach der Ölkrise 1973/74 nochmals gestiegene Rohstoffpreise lösen eine weltweite Wirtschaftsschwäche aus, die Flensburg wegen seiner unausgewogenen Wirtschaftsstruktur besonders heftig und nachhaltig trifft. Die Arbeitslosenquote erhöht sich bis 1987 auf über 17 %, das sind mehr als 6.000 Arbeitslose in der Stadt. Für Sozialausgaben werden fast 45 % des städtischen Etats benötigt. Mehrfach werden vom Magistrat Haushalts-Ausgabesperren angeordnet.
Für die Harmstorf-Werften, und damit auch für die FSG, wird Vergleichsantrag gestellt; ein Konkursverfahren schließt sich an.
1983 Neue Streckenführung der B 200 - mit Autobahnanschlußstelle Süd - wird dem Verkehr übergeben.
Eröffnung einer Freien Waldorf-Schule
1984 Neubau Städt. Pflegeheim "Valentinerhof" wird eingeweiht.
Flensburg feiert sein 700-jähriges Stadtjubiläum mit großem Stadt- und Hafenfest.
Eröffnung des Schiffahrtsmuseums im alten Zollpackhaus
1985 Die "Nordische Universität" wird - auf privatwirtschaftlicher Basis - eingerichtet (1989 durch Beschluß der Landesregierung aufgelöst).
Einbeziehung der gesamten nördlichen Altstadt und der Altstadtteile St.Johannis und St.Jürgen in das Sanierungsgebiet (insgesamt: ca. 96 ha)
1986 Erste Einkaufspassage (Holm-Passage) wird eröffnet.
1987 Volkszählung am 25.5.: 86.554 Einwohner
1988 Eine weitere größere Ausbaustufe der Fachhochschule Flensburg wird eingeweiht.
Der Neubau des Fernmeldeamtes an der Eckernförder Landstraße wird fertiggestellt.
Der erste Bauabschnitt eines "Technologie- und Gewerbezentrums" (TGZ) an der Lise-Meitner-Straße wird in Betrieb genommen.
1989 Inbetriebnahme des 215 hohen neuen Sendemastes am Fuchsberg im Stadtteil Engelsby (der bisherige, 216 m hohe Sendemast im Stadtteil Fruerlund wird 1989/90 demontiert).
Inbetriebnahme der "Städt. Frauen- und Kinderklinik" am Marienhölzungsweg
Schließung des städt. allgem. Krankenhauses "Klinik Ost"
1990 Flensburger Schiffbau-Gesellschaft wird aus Konkursverwaltung (NFSG) durch Reeder Oldendorff (Lübeck) übernommen.
1991 Fertigstellung und Eröffnung der Schulsporthalle der Gewerblich Beruflichen Schulen/Großsporthalle "Fördehalle" an der Friesischen Lücke
"Städt. Klinik Süd" (Geriatrie) wird geschlossen.
Erstes "Bürgerbegehren" mit anschließendem "Bürgerentscheid" (wegen Gründung einer "Integrierten Gesamtschule") wird durchgeführt.
1992 Gründung einer IGS (Integrierte Gesamtschule)
Die Realschule Flensburg-Ost beginnt mit ihrer  jahrgangsweisen Auflösung.
Einweihung der Erweiterung des Technologie- und Gewerbezentrums (TGZ)
Erster Bauabschnitt der Innenstadtentlastungsstraße Ost (Osttangente) von der Anschlußstelle "Flensburg-Süd" bis Eckernförder Landstraße wird freigegeben.
1993 Erste allgemeine Wahl eines Seniorenbeirates
Der Abbau von Bundeswehreinheiten im Zuge der Abrüstungsvereinbarungen beginnt und trifft Flensburg in hohem Maße. Eröffnung des 1. Teils des Science-Zentrums "PHÄNOMENTA"
Erweiterung des Schiffahrtsmuseums um die Abteilung "Rum-Museum"
1994 Die Pädagogische Hochschule wird "Bildungswissenschaftliche Hochschule" Flensburg/Universität
Nach mehrjährigem Umbau wird in der ehemaligen Hauptpost in der Rathausstraße die Passage "Alte Post" eröffnet.
Umzug der Hannah-Arendt-Schule (berufl. Schule) in das neue Berufsschulzentrum an der "Friesischen Lücke"In der Schule Jürgensby entsteht ein Medienzentrum. Mittelpunkt: "Offener Kanal"
Gründung der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Flensburg/Handewitt (WEG)
1995 Eröffnung der Nordpassage an der Norderfischerstraße
1996 Einrichtung des Europäischen Minderheitenzentrums (ECMI) im Kompanietor.
Eröffnung des Fachmarktzentrums "Förde-Park" mit rd. 30.000 qm Verkaufsfläche.
Errichtung einer Museumswerft
1997 Die städt. Frauen- und Kinderklinik wird von der Diakonissenanstalt übernommen.
Die Heiliggeistkirche wird an die dänische Kirche in Südschleswig zur Nutzung übergeben.
1998 Fertigstellung des ZOB-Umbaus 
Eröffnung einer gemeinsamen Bibliothek der Bildungswissenschaftlichen Universität und der Fachhochschule Flensburg Fertigstellung des neuen Motorola-Werkes in Flensburg-Weiche
1999 Erstmals Oberbürgermeister-Direktwahl; Zwei Wahlgänge, am 13.6. und Stichwahl am 4.7.
Umgestaltung der Angelburger Straße zur Fußgängerstraße
2000 Baubeginn 2. Bauabschnitt der Osttangente