| Die Geschichte Flensburgs |
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| vor 1200 | Flensburg ist eine kleine Handelssiedlung (Köbing genannt) im Königreich Dänemark, deren Funktion hauptsächlich im Umschlag von Waren zwischen Nord- und Ostsee besteht - als ein kleiner Handelsort neben der Handelsmetropole Schleswig. | |
| ca. 1170 | Eine städtische Kernanlage besteht um die Kirche St.Johannis. Es ist anzunehmen, daß auch im Bereich des heutigen Kirchspiels St.Marien schon eine oder zwei kleine Kernsiedlungen bestanden. | |
| ca. 1200 | Die Marktsiedlung Flensburg (St.Marien) wird planmäßig nach dem Vorbild der
hansischen Gründungsstadt angelegt. Flensburg ist damit eine der vielen Gründungsstädte der dänischen Großmachtzeit unter den "Waldemaren", die die Ostsee beherrschten und den Handel zwischen Nordsee und Ostsee in ihrer Hand hatten, zumal sie zeitweise auch Lübeck und Hamburg erobert hatten. Schriftsprache: lateinisch, platt-dänisch (sønderjysk) Umgangssprache: dänisch (sønderjysk) |
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| 1232 | Prinz Abel wird Herzog von Schleswig. Nach dem Tode seines Vaters, Waldemars II. im Jahr 1241, führt der Herzog eine hansefreundliche Politik. Flensburg gerät unter hansischen Einfluß - vor allem Stralsund, Wismar und Lübeck werden wichtige Handelspartner. | |
| 1240 | Erstmalige urkundliche Erwähnung der Stadt
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| ca. 1240-1280 | Anlage des Kirchspiels St.Nikolai um den Südermarkt | |
| ca. 1260 | Einführung der Ratsverfassung nach lübischem Vorbild | |
| 1263 | Anlage des Franziskanerklosters (jetzt Altenheim "Kloster zum Heiligen Geist") | |
| 1282 | Schleswig und Flensburg schließen einen Vertrag zur Beendigung ihrer wirtschaftlichen Rivalität und zu gegenseitiger handelspolitischer Unterstützung. | |
| 1284 | Bestätigung des Stadtrechts durch Herzog Waldemar IV. von Schleswig. Flensburg wird Stadt im Rechtssinn. | |
| 1386 | Erbliche Belehnung des Schauenburgischen Grafen Gerhard VI. von Holstein mit dem Herzogtum Schleswig durch Königin Margarethe I. von Dänemark. Die Schauenburgische Handelspolitik, die in engem Zusammenhang mit Lübeck gesehen werden muß, hat für Flensburg schon seit 1325 Bedeutung gehabt. | |
| 1388 | Flensburg verliert sein dörfliches Aussehen. Der Rat erläßt eine Willkür (=städtische Satzung), in der angeordnet wird, daß die Häuser mit Ziegelsteinen statt mit Stroh gedeckt werden müssen. | |
| 1398 | Herzog Gerhard VI. verkauft die "Rude", die seitdem den südlichen Teil des Stadtfeldes bildet, an die Stadt Flensburg. | |
| 1409 | Königin Margarethe I. und König Erich erhalten Flensburg als Pfandbesitz. | |
| 1409-1435 | Krieg um das Herzogtum Schleswig zwischen dem dänischen Königshaus und den schauenburgischen Grafen, die durch die Hansestädte unterstützt werden. Flensburg steht im Mittelpunkt dieses Krieges und wird schwer zerstört. | |
| 1411 | König Erich läßt die Duburg zur Sicherung der Königsherrschaft erbauen (1719 aufgegeben). | |
| 1412 | Die Bürgerschaft Flensburgs leistet Königin Margarethe I. von Dänemark die Huldigung. | |
| 1431 | Die Duburg ergibt sich den Schauenburgern. | |
| 1435 | Im Frieden von Vordingborg wird Herzog Adolf VIII. von Holstein das Herzogtum Schleswig als erbliches Lehen zugesprochen.
Flensburg hat ca. 3.000 Einwohner. |
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| 1443 | Bau des alten Rathauses an der jetzigen Rathausstraße | |
| 1460 | König Christian I. von Dänemark aus dem Hause Oldenburg wird von den schleswig-holsteinischen Ständen zum Herzog von Schleswig und Grafen von Holstein gewählt. Das bedeutet für Flensburg die Lösung von der wirtschaftlichen Vormacht Lübecks und - bis 1627 - den Aufstieg zur bedeutendsten Handelsstadt der Länder des dänischen Unionsreiches, das aus den heutigen Ländern Dänemark, Schweden (bis 1521), Norwegen (bis 1814) und Schleswig-Holstein (bis 1864) besteht.
Schriftsprache: mittelniederdeutsch Umgangssprache: mittelniederdeutsch, platt-dänisch (sønderjysk) |
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| 1480 | Die Stadt erhält die Berechtigung, eine Hafenabgabe ("Pfahlgeld") zu erheben. | |
| 1508 | Die Stadt umfaßt 422 bewohnte Grundstücke. | |
| 1526 | Einführung der Reformation. Die Stadt erhält Einfluß auf das Schulwesen. | |
| 1544 | König Christian III. richtet in Flensburg eine Münze ein. (In Flensburg war von 1350 bis 1776 die lübische Währung gültig). | |
| 1551 | Aus dem Franziskanerkloster St.Katharinen, dem Leprahospital St.Jürgen und anderen Stiftungen wird eine neue Stiftung "Kloster zum Heiligen Geist" gebildet, die für das Klostergebiet und für die Vorstadt St.Jürgen eigene Gerichtsbarkeit und Verwaltungshoheit erhält.
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| 1558 | Erlaß der "Polizeiordnung", einer städtischen Grundsatzung mit Bestimmungen über Stadtmauer, Schiffbrücke, Kaufleute, Schiffer, Brauen, Backen, Schlachten, u.a.m. | |
| 1566 | Die Lateinschule - jetzt "Altes Gymnasium" - wird gegründet. | |
| 1573 | Flensburg entzweit sich mit Husum. Das bedeutet das Ende der langen und für beide Städte vorteilhaften Zusammenarbeit im Nordsee-Ostsee-Transithandel. | |
| 1590 | Anlage einer "Neustadt", des späteren Stadtteils Johannisstraße/Jürgenstraße, außerhalb des Angelburger Tores
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| 1595 | Bau des Schrangen (=Verkaufshalle) am Nordermarkt durch die Gemeinde St.Marien
Bau des heutigen Nordertores im Zuge der Stadterweiterung |
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| 1601 | Grenzfestsetzung des Stadtfeldes. Die damals gesetzten Grenzsteine sind zum größten Teil noch erhalten.
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 6.000. |
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| 1602 | Bau des Kompagnietores mit Stadtwaage | |
| 1606 | Anlage einer Durchbruchstraße nach Süden, des späteren Straßenzuges Rote Straße/Schleswiger Str.
und Erbauung des Roten Tores, abgebrochen 1874
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| 1626-1721 | Das Jahrhundert der Kriege. Flensburg verliert seine wirtschaftliche Bedeutung zu Gunsten von Kopenhagen und Hamburg.
Schriftsprache: hochdeutsch Umgangssprache: niederdeutsch, platt-dänisch (sønderjysk) |
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| 1734 | Das "Flensburger Commercium", ein Vorläufer der Handelskammer, entsteht. | |
| 1749 | Gründung der Grönländischen Kompagnie für den Wal- und Robbenfang | |
1766 |
Aufhebung der Feldgemeinschaft und Verkoppelung des Stadtfeldes Herausgabe der ersten Flensburger Zeitung |
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| 1769 | Beginn der Westindienfahrt | |
| 1792 | Flensburg hat ca. 11.500 Einwohner. | |
| 1795 | Eröffnung eines Schauspielhauses | |
| 1796 | Freigabe der Bebauung außerhalb des Nordertores, 1797 Beginn der Bebauung der Neustadt (vormals
Ramsharde)
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| 1806 | Höhepunkt der Flensburger Handelsschiffahrt mit 271 Schiffen und ca. 15.000 Kommerzlast. Schwerer wirtschaftlicher Rückschlag durch die napoleonischen Kriege und die Folgen der Abtretung Norwegens an Schweden (1814) | |
| 1813 | Anlage eines für alle Kirchspiele der Stadt gemeinsamen Friedhofes - des heutigen "Alten Friedhofs" -; erster kommunaler Friedhof nördlich von Göttingen | |
| 1832 | Die erste Dampfmaschine wird in der Ölschlägerei von N. F. Friedrichsen, Neustadt 15, in Betrieb genommen. | |
| 1833 | Das neue "Normativ" betreffend Besetzung des Magistrats und des Deputierten-Kollegiums, das den Deputierten (=Ratsherren) mehr Einfluß einräumt, tritt in Kraft. | |
| 1848-1851 | Schleswig-Holsteinische Erhebung (von den Dänen "Dreijahreskrieg" genannt); Schleswig-Holsteiner fordern ein einiges Schleswig-Holstein bis zur Königsau als Teil Deutschlands, nationale Dänen fordern Eingliederung Schleswigs bis zur Eider. Nach dem Sieg der Dänen wird Flensburg von 1851 - 1864 Hauptstadt des Herzogtums Schleswig. | |
| 1854 | Anlage des Gaswerkes Eröffnung der Eisenbahnlinie Flensburg - Husum - Tönning |
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| 1856 | Erbauung der "Englischen Brücke" für den Umschlag von der Eisenbahn in Dampfschiffe im Transithandel zwischen Nord- und Ostsee | |
| 1857 | Weltwirtschaftskrise. Flensburgs traditionelle Handelsstruktur zerbricht in Konkursen. | |
| 1863 | Entgegen der im "Londoner Protokoll" eingegangenen Verpflichtung treten das Herzogtum Schleswig und das Königreich Dänemark in ein bundesstaatliches Verhältnis ein. | |
| 1864 | Der Deutsche Bund greift ein, um den alten Zustand wiederherzustellen. Preußen und Österreich marschieren in Schleswig und Jütland ein. Dänemark muß nach der preußischen Eroberung der Düppeler Schanzen die Herzogtümer Schleswig und Holstein an Österreich und Preußen abtreten. Niederlassungsfreiheit auch für Angehörige anderer als der ev.luth. Konfession Das katholische Krankenhaus "Zum heiligen Franziskus" (Marienstraße 23/25, jetzt Dorotheenstraße 36) geht aus der Kriegskrankenpflege hervor. Eisenbahn Flensburg-Weiche - Padborg - Tinglev - Rødekro - Vojens eröffnet |
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| 1866 | Förde-Dampfschiffahrt der Flensburg-Ekensunder Dampfschiffahrts-Gesellschaft aufgenommen
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| 1867 | Inkorporation Schleswig-Holsteins nach Preußen. Die Binnen-Zollgrenze an der Königsau wird zur staatlichen Zollgrenze, die staatliche Zollgrenze an der Elbe verschwindet. Dadurch entstehen schwierige wirtschaftliche Umstellungsprobleme für Flensburg, die im Zuge des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs der siebziger Jahre (nach der Reichsgründung 1871) gelöst werden können ("Gründerzeit"). | |
| 1869 | Einführung der preußischen Städteordnung Eisenbahnverbindung Flensburg - Jübek - Schleswig - Rendsburg in Betrieb genommen |
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| 1870 | Einrichtung der Handelskammer | |
| 1872 | Gründung der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft | |
| 1873 | Gründung der Freiwilligen Feuerwehr | |
| 1874 | Eröffnung der Diakonissenanstalt | |
| 1875 | Landwirtschaftsschule wird eröffnet. Flensburg hat 26.474 Einwohner. |
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| 1877 | Navigationsschule am Munketoft wird erbaut. | |
| 1878 | Flensburger Arbeiter-Bauverein wird als erste deutsche Arbeiter-Baugenossenschaft gegründet. | |
| 1881 | Eröffnung des Hauptpostamtes an der Rathausstraße Die Pferdebahn Neustadt - Angelburger Straße nimmt ihren Betrieb auf. |
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| 1882 | Inbetriebnahme des Wasserwerkes Bau des Justizgebäudes am Südergraben |
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| 1883 | Abbruch des alten Rathauses. Stadtvertretung u. -verwaltung ziehen in das provisorische Rathaus -Holm 7- ein (bis 1964). Die Handelsschule wird eröffnet. |
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| 1884 | Eine Stadtfernsprechanlage mit 26 Sprechstellen wird in Betrieb genommen. | |
| 1886 | Die Seemaschinistenschule, aus der die heutige Fachhochschule hervorgeht, wird eröffnet. | |
| 1888 | Gründung der Flensburger Export-Bierbrauerei | |
| 1889 | Flensburg wird kreisfreie Stadt. | |
| 1894 | Inbetriebnahme des ersten Elektrizitätswerkes Eröffnung des neuen Stadttheaters an der Rathausstraße |
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| 1899 | Der Schlachthof wird eröffnet. | |
| 1900 | Errichtung der Handwerkskammer Einwohnerzahl zur Volkszählung am 1.12.: 48.922 |
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| 1903 | Kunstgewerbemuseum wird eröffnet. | |
| 1904 | Einrichtung einer Berufsfeuerwehr | |
| 1907 | Umstellung der Straßenbahn auf Elektrizität Die Flensburger Werft (FSG) steht mit 42.504 BRT abgelieferter Tonnage an der Spitze der deutschen Werftindustrie, direkt gefolgt von Blohm & Voß (42.110 BRT), Stettiner Vulkan (42.105 BRT). |
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| 1910 | Die Marineschule Mürwik wird ihrer Bestimmung übergeben. Flensburg ist
mit großem Abstand- Deutschlands drittgrößte Reedereistadt nach Hamburg und Bremen.
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| 1911 | Einweihung des Friedhofs "Friedenshügel" | |
| 1912 | Bau eines neuen Elektrizitätswerkes | |
| 1914-1918 | Erster Weltkrieg | |
| 1918 | Deutschland wird Republik. | |
| 1919-1920 | Abstimmung im Herzogtum Schleswig. Die erste Zone (Nordschleswig) entscheidet sich in einer En-bloc-Abstimmung mit 75 % der abgegebenen Stimmen für Dänemark. Am 14. März gemeindeweise Abstimmung in der zweiten Zone und in Flensburg. Flensburg entscheidet sich mit 75 % für ein Verbleiben in Deutschland. Die neue Grenze wird 5 km nördlich von Flensburg gezogen. Die wirtschaftlichen Folgen sind schwerwiegend. Flensburg verliert knapp die Hälfte seines Absatzgebietes. Die Umsatzeinbußen in Flensburg belaufen sich im Schnitt auf 30 %. Die Stadt stagniert in der Folgezeit. Die Mühlenstromüberdeckung wird in Angriff genommen. Schriftsprache: hochdeutsch Umgangssprache: hochdeutsch, niederdeutsch |
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| 1922 | Inbetriebnahme des ersten Klärwerkes am Lautrupsbach (bis 1963) | |
| 1923 | Eröffnung eines Freihafens (Schließung erfolgt 1935) | |
| 1925 | Eröffnung des Flugplatzes Schäferhaus | |
| 1926 | Inbetriebnahme des Seegrenzschlachthofs (aufgelöst 1973) | |
| 1927 | Das Stadion auf dem Kielsenger Feld wird eingeweiht. Eröffnung des heutigen Bahnhofs |
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| 1928 | Inbetriebnahme des Rundfunksenders auf der östlichen Höhe | |
| 1929 | Beginn der Weltwirtschaftskrise. Flensburg wird wegen seiner wirtschaftlichen Schwäche besonders betroffen. 1930 liegen vermehrt Schiffe der Flensburger Flotte als "Auflieger" im Hafen. Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) stellt ihren Betrieb ein (bis 1934). 1930 gibt es ca. 6.000 Arbeitslose. Die Wohlfahrtslasten der Stadt steigen 1931 - gemessen an 1913 - auf das Sechsfache. Im gleichen Jahr ist die Zahl der Offenbarungseide gegenüber 1924 um das Dreifache gestiegen. 1932 stellt die Papierfabrik vorübergehend ihren Betrieb ein. Die Zahl der Arbeitslosen erreicht ca. 9.000. |
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| 1930 | Einweihung des "Deutschen Hauses" | |
| 1931 | Der ZOB, Deutschlands erster Zentraler Omnibus-Bahnhof, wird dem Verkehr übergeben.
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| 1933 | NS-Machtübernahme, Beginn der nationalsozialistischen Diktatur. Boykott jüdischer Geschäfte, Bücherverbrennung auf der Exe. Die Reedereien Horn und Schuldt gehen nach Hamburg. |
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| 1935 | Erneuerung großer Teile des Hafenbollwerkes | |
| 1935-1937 | Errichtung Torpedo- und Nachrichtenschulen Flensburg-Mürwik (heute: Stützpunkt und Fernmeldeschule) | |
| 1936 | Erbauung der Panzerkaserne (Meiereistraße) | |
| 1938 | Erbauung der Grenzlandkaserne Das Krematorium wird in Betrieb genommen. Zerstörung des Gutes Jägerslust der Fam. Wolff in der Progromnacht (09/10.11.1938) |
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| 1939 | Volkszählung. Die Einwohnerzahl wird auf 70.871 festgestellt. | |
| 1939-1945 | Zweiter Weltkrieg | |
| 1945 | Im Mai wird Flensburg und das "Sondergebiet Mürwik" um die Marineschule Fluchtpunkt mehrerer Tausend Angehöriger von Partei, Staat und Wehrmacht. Besetzung durch alliierte Truppen. Schwere Explosion im Juni (nach Kriegsende) mit 60 Toten im Hafen. |
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| 1945-1970 | Die Auswirkungen der nationalsozialistischen Diktatur und des Krieges sind langfristig geprägt durch den geistig-moralischen Zusammenbruch Deutschlands, den Neuaufbau einer Demokratie und die Herausbildung einer starken dänischen Minderheit, kurzfristig durch den wirtschaftlichen Zusammenbruch und das Einströmen von Vertriebenen und Flüchtlingen. 1948: Währungsreform, 1949: Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Von erheblicher Bedeutung für die Stadtentwicklung sind der Eintritt der Bundesrepublik in die EWG (1957), die Mitgliedschaft Dänemarks in der EFTA (1960), die Entstehung der EG (1967), vor allem der Zollunion der EG (1968) und der Beitritt Dänemarks in die EG (Vollmitglied seit 1978). Schriftsprache: hochdeutsch Umgangssprache: hochdeutsch, niederdeutsch, hochdänisch (rigsdansk) |
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| 1946 | Eröffnung der Pädagogischen Hochschule | |
| 1950 | Eröffnung eines Rundfunkstudios (NWDR) am Deutschen Haus Zur Volkszählung am 13.9. werden 102.832 Einwohner festgestellt. |
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| 1952 | Verlegung des Kraftfahrt-Bundesamtes von Bielefeld nach Flensburg | |
| 1953 | Die Kreisbahn (Kleinbahn Flensburg - Kappeln) stellt ihren Betrieb ein. | |
| 1958 | Das Danfoss-Zweigwerk nimmt seine Produktion auf. Es ist die bedeutendste einer ganzen Reihe von dänischen Firmen, die sich unmittelbar südlich der Grenze im (EWG) EG-Bereich ansiedeln, teils in Flensburg, teils in Harrislee. | |
| 1961 | Volkszählung. Durch Umsiedlungsprogramme in den 50er Jahren ist die Einwohnerzahl auf 98.464 zurückgegangen. | |
| 1962 | Inbetriebnahme des neuen Wasserturmes am Volkspark und des neuen Klärwerkes Kielseng | |
| 1964 | Fertigstellung des Rathauses "Am Pferdewasser" | |
| 1965 | Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bezieht einen Neubau in Mürwik. | |
| 1967 | Eröffnung der Sporthalle der dänischen Minderheit "Idrætshallen" an der Moltkestraße | |
| 1968 | Fertigstellung der Umgehungsstraße West (bis 1987 BAB 205, jetzt B 200) Der Holm wird Fußgängerzone.
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| 1969 | Aufnahme der ersten Fernwärmelieferungen durch die Stadtwerke | |
| 1970 | Volkszählung am 27.5.: 95.476 Einwohner | |
| 1973 | Inbetriebnahme des Müllkompostwerkes Einstellung des Straßenbahnbetriebes Schließung des Seegrenzschlachthofes |
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| 1975 | Erster Spatenstich zum Ausbau der Fachhochschule Flensburg (Neubauten an der Kanzleistraße) | |
| 1976 | Einrichtung einer geschlossenen Fußgängerzone Holm - Große Straße - Nordermarkt (verkehrsberuhigte Zone) Festlegung des ersten Konzeptes für die Altstadtsanierung Erste Sanierungsmaßnahmen in der Innenstadt beginnen |
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| 1978 | Einweihung des Autobahnabschnittes (BAB 7) von
Jagel bis Dänemark einschl. Grenzübergang
"Ellund" Neues Hauptzollamt an der Waldstraße 20 wird bezogen. Die Bundesbahnstrecke Flensburg - Niebüll wird eingestellt. |
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| 1979 | Verfügungsbauten (I. BA) am "Hochschulgelände" Kanzleistraße werden eingeweiht und von der Fachhochschule Flensburg bezogen. | |
| 1980 | Beginn der Bauarbeiten für ein Schulzentrum an der Nikolaiallee/Zur Exe (jetzt Friesische Lücke) | |
| 1981 | Fertigstellung des neuen Postamtes in der Bahnhofstraße | |
| 1983-1987 | Nach der Ölkrise 1973/74 nochmals gestiegene Rohstoffpreise lösen eine weltweite Wirtschaftsschwäche aus, die Flensburg wegen seiner unausgewogenen Wirtschaftsstruktur besonders heftig und nachhaltig trifft. Die Arbeitslosenquote erhöht sich bis 1987 auf über 17 %, das sind mehr als 6.000 Arbeitslose in der Stadt. Für Sozialausgaben werden fast 45 % des städtischen Etats benötigt. Mehrfach werden vom Magistrat Haushalts-Ausgabesperren angeordnet. Für die Harmstorf-Werften, und damit auch für die FSG, wird Vergleichsantrag gestellt; ein Konkursverfahren schließt sich an. |
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| 1983 | Neue Streckenführung der B 200 - mit Autobahnanschlußstelle Süd - wird dem Verkehr übergeben. Eröffnung einer Freien Waldorf-Schule |
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| 1984 | Neubau Städt. Pflegeheim "Valentinerhof" wird eingeweiht. Flensburg feiert sein 700-jähriges Stadtjubiläum mit großem Stadt- und Hafenfest. Eröffnung des Schiffahrtsmuseums im alten Zollpackhaus |
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| 1985 | Die "Nordische Universität" wird - auf privatwirtschaftlicher Basis - eingerichtet (1989 durch Beschluß der Landesregierung aufgelöst). Einbeziehung der gesamten nördlichen Altstadt und der Altstadtteile St.Johannis und St.Jürgen in das Sanierungsgebiet (insgesamt: ca. 96 ha) |
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| 1986 | Erste Einkaufspassage (Holm-Passage) wird eröffnet. | |
| 1987 | Volkszählung am 25.5.: 86.554 Einwohner | |
| 1988 | Eine weitere größere Ausbaustufe der Fachhochschule Flensburg wird eingeweiht. Der Neubau des Fernmeldeamtes an der Eckernförder Landstraße wird fertiggestellt. Der erste Bauabschnitt eines "Technologie- und Gewerbezentrums" (TGZ) an der Lise-Meitner-Straße wird in Betrieb genommen. |
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| 1989 | Inbetriebnahme des 215 hohen neuen Sendemastes am Fuchsberg im Stadtteil Engelsby (der bisherige, 216 m hohe Sendemast im Stadtteil Fruerlund wird 1989/90 demontiert). Inbetriebnahme der "Städt. Frauen- und Kinderklinik" am Marienhölzungsweg Schließung des städt. allgem. Krankenhauses "Klinik Ost" |
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| 1990 | Flensburger Schiffbau-Gesellschaft wird aus Konkursverwaltung (NFSG) durch Reeder Oldendorff (Lübeck) übernommen. | |
| 1991 | Fertigstellung und Eröffnung der Schulsporthalle der Gewerblich Beruflichen Schulen/Großsporthalle "Fördehalle" an der Friesischen Lücke "Städt. Klinik Süd" (Geriatrie) wird geschlossen. Erstes "Bürgerbegehren" mit anschließendem "Bürgerentscheid" (wegen Gründung einer "Integrierten Gesamtschule") wird durchgeführt. |
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| 1992 | Gründung einer IGS (Integrierte Gesamtschule) Die Realschule Flensburg-Ost beginnt mit ihrer jahrgangsweisen Auflösung. Einweihung der Erweiterung des Technologie- und Gewerbezentrums (TGZ) Erster Bauabschnitt der Innenstadtentlastungsstraße Ost (Osttangente) von der Anschlußstelle "Flensburg-Süd" bis Eckernförder Landstraße wird freigegeben. |
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| 1993 | Erste allgemeine Wahl eines Seniorenbeirates Der Abbau von Bundeswehreinheiten im Zuge der Abrüstungsvereinbarungen beginnt und trifft Flensburg in hohem Maße. Eröffnung des 1. Teils des Science-Zentrums "PHÄNOMENTA" Erweiterung des Schiffahrtsmuseums um die Abteilung "Rum-Museum" |
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| 1994 | Die Pädagogische Hochschule wird "Bildungswissenschaftliche Hochschule" Flensburg/Universität Nach mehrjährigem Umbau wird in der ehemaligen Hauptpost in der Rathausstraße die Passage "Alte Post" eröffnet. Umzug der Hannah-Arendt-Schule (berufl. Schule) in das neue Berufsschulzentrum an der "Friesischen Lücke"In der Schule Jürgensby entsteht ein Medienzentrum. Mittelpunkt: "Offener Kanal" Gründung der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Flensburg/Handewitt (WEG) |
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| 1995 | Eröffnung der Nordpassage an der Norderfischerstraße | |
| 1996 | Einrichtung des Europäischen Minderheitenzentrums (ECMI) im
Kompanietor. Eröffnung des Fachmarktzentrums "Förde-Park" mit rd. 30.000 qm Verkaufsfläche. Errichtung einer Museumswerft |
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| 1997 | Die städt. Frauen- und Kinderklinik wird von der Diakonissenanstalt übernommen. Die Heiliggeistkirche wird an die dänische Kirche in Südschleswig zur Nutzung übergeben. |
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| 1998 | Fertigstellung des ZOB-Umbaus Eröffnung einer gemeinsamen Bibliothek der Bildungswissenschaftlichen Universität und der Fachhochschule Flensburg Fertigstellung des neuen Motorola-Werkes in Flensburg-Weiche |
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| 1999 | Erstmals Oberbürgermeister-Direktwahl; Zwei Wahlgänge, am 13.6. und Stichwahl am 4.7. Umgestaltung der Angelburger Straße zur Fußgängerstraße |
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| 2000 | Baubeginn 2. Bauabschnitt der Osttangente |